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Weidenruten
Flechten mit Weide und Peddigrohr

Das Flechten und Verarbeiten von Pflanzenfasern gehört zu den ältesten Handwerkskünsten und ist auf der ganzen Welt verbreitet.
Bereits vor vielen tausend Jahren flochten Menschen unterschiedlichste Dinge aus Pflanzenfasern, wie Behälter, Matten oder auch Sitzmöbel. Als die ersten Siedlungen aufkamen, wurden Pfähle in den Boden gerammt, die Wände ausgeflochten und mit einer Mischung aus Lehm und Stroh bestrichen. Das heutige Wort "Wand" kommt von "winden", was so viel bedeutet wie flechten.

Aufgrund der natürlichen Materialien welche verwendet wurden, gibt es jedoch nur wenige verwertbare Funde. Vermutlich ist das Flechthandwerk wesentlich älter, als es wissenschaftlich belegbar ist.

Das Flechten mit Weiden kommt aus dem europäischen Raum. In Europa gibt es etwa 450 - 500 Weidenarten, wobei nicht alle zum Flechten verwendet werden. Da Weiden sehr schnell wachsen, regional vorkommen und so gut wie keine Werkzeuge zum Flechten benötigt werden, ist das Handwerk auch noch äußerst nachhaltig. 

Peddigrohr/Rattan hingegen stammt aus dem asiatischen Raum und wird vor allem in Indonesien, Malaysia und auf den Philippinen angebaut bzw. gewonnen. Es stammt von der Rotangpalme (Rattanpalme) und wächst ebenso relativ schnell nach. Peddigrohr/Rattan zeichnet sich durch eine sehr hohe Elastizität aus, wodurch es besonders für die Herstellung von Korbwaren geeignet ist, welche großen Belastungen ausgesetzt sind (Kohlenkörbe, Möbel, etc.). So wurde Rattan z.B. bereits im 17. Jahrhundert zum berühmten Wienergeflecht verarbeitet.

Purpurea Digitalis

Mag. (FH) Monika Strasser

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